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Wissensmanagement und Innovation

Referenzmodellierung zur Prozessoptimierung im Business-to-Business-Marketing

Autor(en):

Göttingen, 30. März 2005
Seiten: 300
Auflage: 1
Sprache:
ISBN-10: 386537400X
ISBN-13: 9783865374004

Zugeordnete Fachbereiche:

Wirtschaftswissenschaften

Bezugsmöglichkeiten

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Kurzbeschreibung

Die Schaffung neuer und verbesserter Produkte durch das Management von Innovationen nimmt hier demnach eine zentrale Stellung im Prozess der unternehmerischen Leistungserzeugung als Basis für den Wohlstand einer Volkswirtschaft ein. Da eine Innovation mit einer innovativen Idee beginnt, gehört bereits diese Phase des Innovationsprozesses zum Gegenstand einer angestrebten Prozessoptimierung.
Das moderne Marketing, das von einer Marktorientierung, also der auf den Markt ausgerichteten Führung von Unternehmen, ausgeht, nennt die Ausrichtung an den Bedürfnissen und Erwartungen der Kunden und Abnehmer als die wichtigste Richtschnur für eine erfolgreiche Gestaltung der Leistungsangebote. Viele Unternehmen verengen das Suchen nach innovativen Ideen auf ihre internen Quellen und ignorieren die vielen Optionen, die sich aus einer genauen Aufbereitung von externen Daten und Informationen ergeben könnten. Des Weiteren fehlt in vielen Unternehmen die Kenntnis über Methoden und Instrumente, um externe Quellen für innovative Ideen zum eigenen Vorteil nutzen zu können.
Unternehmen, die aber den Paradigmenwechsel von der Industrie- zur Informations-gesellschaft erfolgreich bewältigen wollen, brauchen vor allem hier einen richtigen Ansatz, um eine Innovationsstrategie, die auch externe Quellen für erfolgsversprechende Ideen berücksichtigen will, auch in operative Gestaltungsansätze in Form von Instrumenten und Methoden umsetzen zu können. Es geht vor allem darum, die Fähigkeiten auszubilden, die eine Nutzbarmachung von Wissen aus externen Quellen ermöglichen. Diese Fähigkeiten stehen im Zentrum der Konzepte des Wissensmanagements.
Infolge der Veränderungen, die sich auf dem Weg zur Wissensgesellschaft als Herausforderung für die Unternehmen stellen, müssen sich diese immer mehr als Wissenssysteme begreifen, also als Organisationen, die sich von anderen und Konkurrenz-unternehmen wesentlich durch spezifisches Wissen zur Problemlösung unterscheiden. Die aus dieser Wettbewerbssituation resultierenden Aufgaben zur Beschaffung, Verarbeitung und Weiterentwicklung des für die Positionierung des Unternehmens benötigten Wissens sind damit auch Kernaufgaben des Marketing-Managements. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, neue Märkte für weiteres Wachstum zu finden und für eine Bearbeitung zu erschließen. Ein sich an Marketingaufgaben orientierendes Wissensmanagement muss sowohl
auf die Nutzung sich ergebender Chancen, wie auch auf die Vermeidung von Gefahren ausgerichtet sein.
Aus dieser Anforderung heraus ergeben sich auch die Handlungsebenen für den Wissensmanagementansatz im innovativen Unternehmen. Erfolg und Misserfolg von Innovationen hängen wesentlich davon ab, inwieweit die Kundenbedürfnisse bereits in den Phasen Ideenfindung und –bewertung Beachtung finden. Eine solche Beachtung dieser Bedürfnisse erfordert allerdings eine Einbeziehung der Informationen über die Bedürfnisse der aktuellen und zukünftigen Kunden in diesen Innovationsprozess. Informationsaustausch erfordert Kommunikation und eine innovationsfördernde Verwendung von Information benötigt gerade im Innovationsmanagement die „Veredelung“ von Information zu im Entscheidungsprozess der Ideenfindung und –bewertung verwendbarem Wissen. Wissen ist demnach eine wichtige Ressource, deren sinnvoller Einsatz nur durch ein Management der Wissensprozesse sichergestellt werden kann. Die vorliegende Arbeit möchte diese Aussage für den Bereich der Innovationen und deren Gestaltungsprozesse diskutieren und belegen. Dabei sind die nachfolgenden Fragestellungen zu behandeln:

(1) Welche Wissensprozesse stehen im Innovationsmanagement im Vordergrund?
(2) Wie kann das Wissen von Kunden nutzbringend eingesetzt werden?
(3) Wie können die daraus abgeleiteten Gestaltungsfragen durch den Einsatz geeigneter
Technologien gelöst werden?

Diese Fragen sollen im Verlauf der Untersuchung näher diskutiert und beantwortet werden. Als zentraler Lösungsbeitrag soll am Ende das Referenzmodell einer Wissensplattform als Gestaltungsempfehlung für eine kooperative Wissensdynamik stehen. Das Themengebiet Wissensmanagement im Innovationsprozess, wie es im Rahmen dieser Arbeit verstanden wird, steht damit an der Schnittstelle zwischen den betriebswirtschaftlichen Disziplinen Unternehmensführung, Marketing und Wirtschaftsinformatik. Innovationsmanagement im Business-to-Business-Marketing, Wissensmanagement und das Management von I+K-Infrastrukturen sollen zu einem interdisziplinären Lösungsansatz miteinander verbunden werden. In die Erarbeitung des Modells sollen dabei aktuelle empirische Erkenntnisse zur Kundenintegration und zum Einfluss von Wissensmanagement auf den Innovationserfolg auf der einen und aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) auf der anderen Seite verwendet werden. Die Wissensplattform soll Baustein innerhalb eines auf den Markterfolg ausgerichteten Organizational Memorys (OM) sein.

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